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Remittances: Internationale Geldtransfers von Migranten


Internationale Geldtransfers von Migranten, sogenannte Remittances, haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Schätzungen der Weltbank zufolge sendeten Migranten aus Entwicklungsländern im Jahr 2015 allein rund 438 Milliarden US-Dollar in ihre Herkunftsländer. Damit überstiegen ihre privaten Überweisungen die weltweiten Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit um mehr als das Dreifache. Ein großer Teil dieser Gelder wird von den Empfängern für den täglichen Bedarf genutzt – zum Beispiel für Kleidung, Essen, Strom oder Renovierungsarbeiten. Wenn Remittances nicht unmittelbar für die Grundbedürfnisbefriedigung verwendet werden müssen, investieren die Familien der Migranten diese oft in Gesundheit, Bildung oder in unternehmerische Aktivitäten. Remittances tragen dadurch wesentlich zu Armutsreduzierung und Wirtschaftswachstum bei. Auch dienen sie der Vorsorge, Abfederung und Bewältigung von Krisen und Gefahren wie etwa Naturkatastrophen oder Krankheiten und leisten somit auch einen erheblichen Beitrag zur sozialen Sicherheit.

Hohe Transferkosten

 

Während die internationalen Geldtransfers jährlich steigen, zahlen Sender weiterhin oft sehr hohe Gebühren: Die Überweisungskosten liegen im weltweiten Durchschnitt bei rund 8 Prozent des gesendeten Betrages, in einigen Regionen sogar noch deutlich darüber: Sub-Sahara Afrika ist mit 9,52 Prozent die teuerste Zielregion (Stand: Oktober 2016). Aufgrund dieser hohen Gebühren kommt ein großer Teil des Geldes nicht bei den Empfängern vor Ort an. Ein Grund für die hohen Preise ist in vielen Sendekorridoren mangelnder Wettbewerb auf dem Geldtransfermarkt. Auch mangelt es auf dem Markt oft an Transparenz. Daher setzen sich viele Länder und Organisationen wie die Weltbank seit Jahren für mehr Wettbewerb und Transparenz sowie für eine Senkung der Kosten ein.


Der Geldtransfer-Markt: Viele Angebote, wenig Transparenz

 

Durch das Internet und die wachsende Verbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs (zum Beispiel Onlinezahlungen, Nutzung von Kreditkarten) sind Auslands-überweisungen heute sehr einfach. Über Finanzdienstleister für Online- oder Bargeldtransfers kann man Geld meist schneller und oft auch günstiger ins Ausland schicken, als über konventionelle Banken. Dort dauert es oft nur einige Minuten oder Stunden, bis das Geld im Empfangsland entgegengenommen werden kann.

 

Im Laufe der letzten Jahre sind eine Reihe neuer Geldtransfer-Unternehmen auf den Markt gekommen. Die Angebote sind deutlich vielfältiger geworden und ändern sich häufig. Während Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten haben, wird der Markt allerdings zunehmend unübersichtlicher – insbesondere was Überweisungsarten und Überweisungskosten betrifft. Viele Anbieter legen nicht alle Aspekte verständlich offen, wie beispielsweise den angewandten Wechselkurs. Für Kunden wird es daher immer schwieriger, sich richtig zu informieren und bei der Wahl des Anbieters den Überblick zu behalten. Dabei sind Transparenz sowie Zugang zu Informationen für Kunden wichtige Grundvoraussetzungen für bewusste und gut informierteEntscheidungen. Die Website GeldtransFAIR.de leistet einen Beitrag zur Preistransparenz auf dem deutschen Markt für Geldtransfer, indem sie zentrale Informationen zu Angeboten und Kosten sammelt und übersichtlich darstellt.

Die Vorteile formeller Transferwege


Viele Migranten senden ihr Geld über Bekannte und Freunde oder über nicht registrierte Anbieter – unter anderem um Kosten zu sparen. Diese informellen Transferwege sind jedoch nicht immer sicher: Es kommt vor, dass das Geld den Empfänger nicht oder nur teilweise erreicht. Kunden haben dann aber kaum Möglichkeiten ihr Geld zurückzufordern. Sie können sich zum Beispiel nicht bei der Bankenaufsicht beschweren. Banken oder andere offiziell registrierte Geldtransferunternehmen zu nutzen ist daher sicherer. Jeder Dienstleister, der in Deutschland Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte betreiben will, benötigt dafür nämlich eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – das gilt auch für ausländische Unternehmen. Viele Onlineanbieter zum Beispiel haben ihren Firmensitz nämlich in England und betreiben in Deutschland nur eine zweite Niederlassung. Auf GeldtransFAIR.de werden nur Anbieter aufgelistet, die solch eine offizielle Erlaubnis der BaFin haben und regelmäßig durch die Behörde geprüft werden. Auf unserer Seite bieten wir Ihnen auch Informationen über Ihre Rechte als Kunde und Möglichkeiten der Beschwerde.


Ein weiterer großer Vorteil formeller Transferwege: Sie und die Empfänger des Geldes können dann weitere Finanzdienstleistungen nutzen. Verfügen nämlich Ihre Verwandten oder Freunde vor Ort über ein Bankkonto, auf welches Sie das Geld regelmäßig überweisen können – ob klassisch per Banküberweisung oder über einen Geldtransfer-Anbieter – so können die Empfänger das Geld beispielsweise in ein Sparprodukt, eine Versicherung oder einen Kredit investieren. Wenn Sie und der Empfänger des Geldes ein Bankkonto haben, können Sie zudem günstiger Geld senden. Ihr Konto können Sie nämlich nicht nur für eine Überweisung über Ihre Bank nutzen. Bei vielen anderen Finanzdienstleistern können Sie ebenfalls sogenannte Konto-zu-Konto Überweisungen tätigen, die oft günstiger sind als andere Überweisungsarten wie zum Beispiel Bargeld-zu-Bargeld Transfers.  

Verbraucherschutz: Wie gehe ich im Problemfall vor?

 

Auslandsüberweisungen sind komplizierte Vorgänge, bei denen es auch mal zu Problemen kommt – zum Beispiel wenn das Geld zu spät oder gar nicht beim Empfänger ankommt. Bei Banken, Sparkassen und anderen Finanzdienstleistern gibt es in der Regel Ansprechpartner, an die man sich in solchen Fällen wenden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, zu einer Verbraucherschutzzentrale oder zur deutschen Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin Kontakt aufzunehmen. Es ist daher besonders wichtig, Belege und Quittungen immer aufzubewahren. Nur so kann man später nachweisen, dass das Geld wirklich eingezahlt wurde.



 

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