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Überweisungen über Banken

Banken und Sparkassen bieten die Möglichkeit, internationale Geldtransfers, das heißt Überweisungen ins Ausland, für Sie durchzuführen. Dafür brauchen Sie in der Regel ein Konto bei der jeweiligen Bank oder Sparkasse. Auch die Empfänger benötigen hierfür ein Konto bei einer Bank im Empfängerland. Bei manchen Banken können Sie in der Filiale zwar auch ohne ein Konto Geld überweisen – dabei fallen dann aber oft zusätzliche Gebühren an. Für Überweisungen ohne Konto bietet es sich daher an, andere Finanzdienstleister zu nutzen.


Sie können per Banküberweisung sowohl Geld in Länder innerhalb des sogenannten SEPA Raums (Single Euro Payments Area), dem einheitlichen Geltungsbereich der EU-Preisverordnung, senden als auch in Länder, die nicht der EU angehören. Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums sind meist kostengünstig und es dauert normalerweise höchstens einen Geschäftstag, bis das Geld bei der Zielperson ankommt. Dauer und Gebühren von Überweisungen außerhalb der SEPA-Zone können hingegen stark variieren. Sie sind in der Regel teurer, da bei der Umrechnung in eine andere Währung Wechselkurs- bzw. Umrechnungs-gebühren anfallen. Auf GeldtransFAIR.de werden nur Länder aufgeführt, die nicht der EU-Preisverordnung unterliegen, sprich nicht den Euro zur Währung haben. Einen Sonderfall stellt der Kosovo dar: Obwohl das Land nicht zum SEPA-Raum gehört, ist die Landeswährung der Euro. Sie müssen also bei einer Überweisung in den Kosovo keine Wechselkursgebühren entrichten.


Bevor Sie sich für eine Bank oder Sparkasse entscheiden, sollten Sie ganz genau die jeweiligen Konditionen prüfen. Die meisten Informationen, die für Auslandsüberweisungen wichtig sind, finden Sie in den Preis- und Leistungsverzeichnissen der Banken. Diese können Sie in der Regel auf den Webseiten der Banken aufrufen und herunterladen.


Überweisungsarten

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, über eine Bank oder Sparkasse Geld ins Ausland zu senden. Diese umfassen jeweils unterschiedliche Ein- und Auszahlungsarten. Außerdem wird zwischen Überweisungen, die persönlich in der Bankfiliale getätigt werden (per Beleg), und Überweisungen per Online-Banking unterschieden. Die verschiedenen Überweisungsarten werden auf der Preisvergleichsseite mit folgenden Symbolen dargestellt:


 

Transferart

 

 

Bedeutung

 

Ort der Überweisung

 


 

Von Konto zu Konto

 

In der Filiale oder online

 


 

Von Konto zu Bargeld

 

Online

 

 

Von Bargeld zu Bargeld

 

In der Filiale


Gebühren, Wechselkurse und Kostenaufteilung

 

Bei vielen Banken entstehen für Auslandsüberweisungen höhere Kosten - im Vergleich zu anderen Finanzdienstleistern wie z.B. reinen Onlineanbietern. Daher lohnt sich der Vergleich: Um die Preise verschiedener Anbieter für Überweisungen in ein bestimmtes Land zu vergleichen, können Sie den Preisvergleichsservice von GeldtransFAIR.de nutzen. Hier bieten wir einen Überblick über die Angebote für Überweisungen in über 20 Länder. 

 

Banken und Sparkassen kooperieren bei Auslandsüberweisungen mit Banken im Empfängerland. Die Gesamtkosten einer Überweisung kann eine Bank daher im Vorfeld nicht immer vollständig einschätzen – in manchen Fällen kommen zu den angegebenen Kosten noch Gebühren der Empfängerbank dazu. Auch geben Banken den Wechselkurs, den sie bei der Umrechnung in eine andere Währung anwenden, meistens nicht an. Wir markieren solche Angebote in unserer Übersichtstabelle in solchen Fällen als intransparent:

 

 

 

Die Gesamtkosten für eine Auslandsüberweisung bei einer Bank setzen sich zusammen aus:

  • den Gebühren, die die beteiligten Banken für ihre Dienstleistung erheben – das bedeutet die Kosten, die sowohl beim Absenden als auch beim Empfangen der Überweisung entstehen. Einen Überblick über die anfallenden Gebühren finden Sie in den Preis-und Leistungsverzeichnissen der jeweiligen Bank. Dieses können Sie auf der Homepage oder in der Filiale der Bank einsehen. Informationen zu den Kosten für Auslandsüberweisungen finden Sie in der Regel unter der Überschrift „Auslandszahlungsverkehr“ oder „Überweisungen außerhalb des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)“.
  • der Courtage oder „Fremdkostenpauschale“: In manchen Fällen müssen bei Überweisungen ins Ausland Vermittlerbanken zwischengeschaltet werden, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können. Diese Kosten sind pauschale Gebühren für anfallende Wechselkurse, auch Courtage oder Fremdkostenpauschale genannt. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach einer genauen Aufstellung der Kosten – so können Sie die Gesamtkosten besser einschätzen.
  • der Wechselkursdifferenz zwischen dem von der Bank angewandten Wechselkurs und dem sogenannten Interbankenkurs, der für Geldgeschäfte zwischen Banken für große Transaktionen am Kapitalmarkt gilt. Die Umrechnungskurse, die Banken ihren Privatkunden anbieten, sind nämlich meistens schlechter als der Interbankenkurs.

 

Bei einer Auslandsüberweisung per Bank gibt es zudem drei verschiedene Möglichkeiten der Kostenaufteilung:

  1. die SHARE-Überweisung: Bei der Standardoption »Shared Costs« (SHA) teilen sich Sender und Empfänger des Geldes die anfallenden Kosten. Der Sender trägt die Gebühren der Bank, von der aus das Geld abgeschickt wird, der Empfänger alle übrigen Kosten. Diese werden vom erhaltenen Betrag abgezogen. Hier ist zu beachten, dass durch die Zwischenschaltung einer oder mehrerer Vermittlerbanken zusätzliche Kosten entstehen können.
  2. die OUR-Überweisung: Bei der Option »Our Costs« (OUR) übernimmt der Sender alle anfallenden Kosten der Geldüberweisung. Die auf GeldtransFAIR.de angegebenen Gebühren bei Banküberweisungen entsprechen immer denen der OUR-Überweisung.
  3. die BEN-Überweisung: Bei der Option »Beneficiary« (BEN) übernimmt der Empfänger des Geldes alle angefallenen Kosten, die ihm automatisch vom gesendeten Betrag abgezogen werden.

Dauer der Überweisung

 

Die Dauer einer Überweisung außerhalb des SEPA-Raums lässt sich nicht pauschal angeben. Weil Banken und Sparkassen auf die Kooperation mit Banken im jeweiligen Empfängerland angewiesen sind, werden hierzu selten genaue Angaben gemacht. In den meisten Fällen dauert die Überweisung länger als eine Woche. Transfers über andere Finanzdienstleister sind oftmals schneller. Dort dauert es oft nur einige Minuten oder Stunden, bis das Geld vom Empfänger entgegengenommen werden kann – diese Geschwindigkeit können Banken in der Regel nicht garantieren.